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Merkblatt Pulverlack (Ausführung Metallic)

Bei Metallic-Beschichtungen werden der Farbton und die Gleichmäßigkeit der Oberfläche in erster Linie von einer gleichen Lage der im Metallic-Lack befindlichen Aluminiumteile bestimmt. Um diese soweit wie technisch möglich zu gewährleisten, werden Metallic-Lacke durch Beschichtungsautomaten aufgebracht, wenn dies die Geometrie der zu beschichtenden Teile zulässt. Bei der Vielzahl der unterschiedlichen Formen, Maße und Abkanttiefen etc., ist jedoch häufig auch ein manuelles Vor.- oder Nachbeschichten erforderlich. Eine absolut gleiche Lage der Aluminiumteilchen ist aber weder bei der manuellen noch bei der automatischen Beschichtung möglich, sodass es zu helleren oder dunkleren Schattierungen kommen kann.

Ähnlich wie bei eloxierten Fassadenelementen verhalten sich mit Metallic-Lacken beschichtete Elemente in Abhängigkeit von den herrschenden Lichtverhältnissen und vom Blickwinkel des Betrachters in ihrem Oberflächenaussehen unterschiedlich. Sogar innerhalb eines Elements können unterschiedliche Schattierungen auftreten, insbesondere wenn die Oberfläche nicht absolut Plan ist.

Unterschiede treten auch dann auf, wenn Elemente einer Fassade oder Profile eines Fensterelements nicht plangenau eingebaut sind. Das eine Mal erscheint die Oberfläche deshalb heller, das andere Mal dunkler.

Vorgenannte Merkmale sind Stand der Technik. Man spricht deshalb bei metallic-beschichteten Alu-Fassaden von sogenannten

" lebenden Flächen ".

Wir möchten Sie bitten die vorgenannten Kriterien bei der Beurteilung der fertigen Elemente / Fassaden immer zu berücksichtigen.

Zusätzlich gilt:

Bei der Verbindung von Halbschalenprofilen ist eine Vorsortierung nach den Farbnuancen vorzunehmen um möglichst keine Schalen mit gegensätzlicher Optik (HELL / DUNKEL) zu fertigen Profilen zu verbinden.

Das gleiche gilt für den Zusammenbau von Elementen und die Montage von Blechen. Es ist eine Vorsortierung vorzunehmen um beim Zusammenbau der Elemente und bei der Verlegung der Bleche zu vermeiden, dass Profile oder Bleche mit heller Optik direkt neben solchen mit dunkler Optik verarbeitet werden.

Begründung hierfür ist die unvermeidliche Anzahl an Chargen bei der Pulverbeschichtung.

Bei Werkstücken mit größeren Flächen (Fassadenbleche) müssen wir auf gleiche Aufhängung achten. Hierzu muss die Einbaulage auf den Blechen gekennzeichnet sein.